Akustische Maßnahmen
im Büro

Architektonische Trends wie thermische Bauteilaktivierung oder große Bürolofts in ehemaligen Fabrikgebäuden stellen die raumakustische Planung an Büro-Arbeitsplätzen vor große Herausforderungen. Bei Neuplanungen kann man mit entsprechenden Maßnahmen viel erreichen. 

Wie kann man bestehende Büros akustisch optimieren? 

Schall breitet sich als Direktschall aus, also auf direktem Weg von Schallquelle zum Hörer. Die wichtigste Maßnahme zur Optimierung der Akustik im Büro ist daher die Unterbrechung des Direktschalls. Das geschieht durch möglichst hohe Schallschirme oder Trennwände.

Durch Reflexion, Beugung und Streuung breitet sich Schall in einem Raum ebenfalls aus. Reflexionen entstehen über Decken, Wände, Böden und Einrichtungsgegenstände. Das kann durch entsprechende Absorptionsflächen minimiert werden, die “Schall schlucken”. 

Typische Maßnahmen zur Optimierung der Raumakustik im Büro:

  • Akustik-Trennwände zu Gängen/anderen Arbeitsbereichen (evt. raumhoch)
  • Tisch-Absorber als Schreibtischaufsatz
  • Deckensegel –möglichst dicht an der Schallquelle (über den Schreibtischen)
  • Wandabsorber (z.B. als Akustikbilder) –ab 1,5 m2Fläche an den Reflexionspunkten der Wände
  • Teppichboden (nur im hochfrequenten Bereich wirksam) 

Weitere akustische Maßnahmen:

  • Akustisch abgeschirmte, zentrale „Technikzone“ (Kopierer, Drucker etc.)
  • Abtrennung lauter Bereiche wie Besprechungsinseln und Teeküchen von den Arbeitsplätzen
  • Einrichtung akustisch abgeschirmter Ruhezonen zum ungestörten Arbeiten
  • Absorptive Möbel 

Die Schirmwirkung von Trennwänden ist umso besser

  • je höher der Schirm im Vergleich zur Raumhöhe 
  • je breiter und höher der Schallschirm
  • je dichter der Schirm an begrenzende Bauteile anschließt 
  • je näher sie an Sprecher:innen bzw. Hörer:innen positioniert werden
  • je besser das Material des Schirms Schall “schlucken” kann

Bei allen Maßnahmen ist darauf zu achten, dass 

  • die dem Raum und der Nutzung entsprechende Nachhallzeit erreicht bzw. eingehalten wird. 
  • diese auch im tieffrequenten Sprachbereich (125 -300 Hz) wirksam sind. Beispiel: Teppichböden dämpfen im Grunde nur die Höhen!

Bei allen Maßnahmen ist darauf zu achten, dass 

  • die dem Raum und der Nutzung entsprechende Nachhallzeit erreicht bzw. eingehalten wird. 
  • diese auch im tieffrequenten Sprachbereich (125 -300 Hz) wirksam sind. Beispiel: Teppichböden dämpfen im Grunde nur die Höhen!