Gute Akustik
im Büro

Warum ist gute Akustik im Büro so wichtig?

Büroarbeit findet manchmal an Einzelplätzen oder im Homeoffice statt. Häufig aber befinden sich Büro-Arbeitsplätze in Gruppen- und Großraumbüros. Dort können die Beschäftigten zwar gut miteinander kommunizieren, sich dabei aber auch gegenseitig stören. Lärm ist der von Beschäftigten in Büros am meisten genannte Störfaktor. Konzentration, Leistungsfähigkeit und Gesundheit leiden durch störende Geräuschpegel.

Was eigentlich gegensätzlich klingt, kann sich gegenseitig positiv verstärken: Raumakustische Maßnahmen können helfen, den Spagat zwischen lebendiger Büro-Kommunikation und ungestörtem, stressfreien und effizientem Arbeiten zu ermöglichen. Denn niemand hat Interesse an Mitarbeiter:innen, die sich nicht wohl fühlen.

Gesetzliche Regelungen und Richtlinien wie die „Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) A3.7“, die DIN18041 „Hörsamkeit in Räumen“ und die VDI 2569 „Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro“ können für eine detaillierte raumakustische Planung an Arbeitsplätzen herangezogen werden.

Akustik ist ein komplexes Thema, aber einige relevante Begriffe und Zusammenhänge der Büroakustik lassen sich schnell erklären.

Nachhallzeit

Die Nachhallzeit ist die wesentliche akustische Kenngröße für die akustische Qualität eines Raumes. Ist der Nachhall zu lang, erhöht sich der Geräuschpegel und die Sprachverständlichkeit wird geringer. Ist sie zu kurz, wird die Sprachverständlichkeit im ganzen Raum erhöht. Eine sehr kurze Nachhallzeit ist gut für Konferenzräume, aber schlecht für Büros, da man dann auch Gespräche von entfernten Arbeitsplätzen mitverfolgen kann.

Lombard-Effekt

Der Begriff Lombard-Effekt ist nicht so bekannt, den Effekt hat aber jeder selbst schon erlebt: Ein hoher Hintergrundgeräuschpegel führt dazu, dass sprechende Menschen die Lautstärke ihrer Stimme erhöhen, um besser verstanden zu werden. Sprechen mehrere Personen gleichzeitig, so schaukelt es sich zu einem immer höheren Schallpegel auf. In Büros ist das über die Länge eines ganzen Arbeitstags natürlich ein riesiges Problem. 

Cocktailparty-Effekt

Der Cocktailparty-Effekt beschreibt die Fähigkeit des menschlichen Hörens, sich bei Anwesenheit mehrerer Schallquellen auf eine einzelne zu konzentrieren. Dabei werden Nebengeräusche und irrelevanter Schall unterdrückt. Das funktioniert zwar, ist aber für das Gehirn anstrengende Arbeit –und dauerhafter Stress ist schlecht für die Effizienz beim Arbeiten.