Heimkino
einrichten

Heimkino einrichten

Bei der Einrichtung eines Heimkinos gibt es viele Parallelen zum Bau einer Tonstudio-Regie, wenn auch in einer leicht abgewandelten Gewichtung der Anforderungen. Neben der gemütlichen Atmosphäre ist der Klang bei beiden besonders wichtig, wobei ein Heimkino auch einfach nur gut klingen darf und nicht unbedingt super „analytisch“ sein muss. 

Der “Sweet Spot” in einem Heimkino, also der Bereich des optimalen Klanges, sollte eher lebendiger und damit „weniger optimal“ angelegt sein als in einem reinem Tonstudio. In einem Heimkino kommen hauptsächlich Surround-Systeme und nur ganz selten Stereo-Systeme zum Einsatz und mit der Anzahl der Lautsprecher erhöhen sich auch die Anforderungen bei deren Aufstellung. Ein großer Fernseher bzw. eine Leinwand muss außerdem noch „akustisch unauffällig“ untergebracht werden. 

Leinwände haben dabei den Vorteil, dass sie auch akustisch transparent erhältlich sind, und damit Lautsprecher auch dahinter angebracht werden können. So kann das Bild besonders groß werden ohne die Lautsprecher zu verdecken. Außerdem kann so die glatte Oberfläche eines TVs keine unschönen akustischen Reflexionen verursachen.

Spezielle Lautsprecher für Heimkinos tragen dem zusätzlich Rechnung. Sie sind besonders flach gebaut, sodass sie in der Wand versteckt eingebaut werden können, ohne dabei besonders viel Raumtiefe zu stehlen. Die Zwischenräume zwischen allen Speakern kann man dann mit entsprechenden akustischen Maßnahmen befüllen. Anschließend wird alles mit Stoffen verdeckt, sodass ein einheitlicher und „ruhiger“ Look entsteht. 

Man muss es aber auch nicht übertreiben und einen kompletten Kinosaal für drei Leute eines Haushaltes nachbauen. Es folgen deshalb ein paar Tipps, wie man das Surround-System am besten um eine Couch herum aufstellt, um das Optimum heraus zu holen. 

Symmetrie

Bei Surround-Systemen wie auch Stereo-Systemen ist ein symmetrischer Aufbau wichtig. Jeder Lautsprecher sollte von der Hörposition möglichst gleich weit entfernt sein, um problematische Laufzeitdifferenzen zu vermeiden.

Alle Lautsprecher bilden einen Kreis um die Hörposition. Je nach Anzahl der Speaker und Surround-Systeme ergeben sich allerdings unterschiedliche Öffnungswinkel. Auch bauliche Besonderheiten können einen optimalen Aufbau verhindern, sodass in digitalen Systemen auch Delays zur Kompensation der Laufzeit benutzt werden.

Wandabstand beachten

Der Abstand der Boxen zur Wand bestimmt die Ausgewogenheit der Basswiedergabe. Dröhnt der Bass zu sehr oder es klingt es dünn, liegt es oftmals am falschen Abstand von der Box zur (Rück-) Wand, insbesondere, wenn es sich nicht um spezielle Systeme für einen wandnahen Aufbau handelt. Diese Problematik betrifft in den meisten Fällen aber nur die Front-Lautsprecher, da diese mehr “Full-Range” arbeiten als die kleinen Satelliten für den Surround Sound.

Subwoofer Platzierung

Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass man die Platzierung des Subwoofers nicht hört. Das ist in den wenigsten Fällen richtig. Grundsätzlich gelten die Regeln für Symmetrie und den Wandabstand auch für Subwoofer. Allerdings gilt es dabei immer, einen Kompromiss zu finden, weil die meist sehr leistungsfähigen Tiefbass Systeme gern ihre eigene raumakustischen Probleme mit sich bringen. Insbesondere Raummoden werden so besonders stark angeregt. Viele Basstraps in den Ecken helfen dieses Problem zu lösen.

Tipp zur Platzierung des Subwoofers

Man platziert den Subwoofer zunächst da, wo man später sitzen möchte. Dann läuft man den Raum ab und hört, wo er am ausgewogensten klingt. Dann platziert man den Subwoofer genau an dieser Stelle in der Annahme, dass es auch andersherum genauso ausgewogen klingt. Weil ein Subwoofer oft sehr schwer zu bewegen ist, hilft es auch temporär ein Rollbrett zu benutzen. Damit kann man unkompliziert mit der Positionierung experimentieren.

Ein-Drittel/Zwei-Drittel-Regel

Um störende Raummoden zu vermeiden, müssen diese im Raum gleichmäßig aufgeteilt werden. Hierfür gibt es eine einfache, verbindliche Regel: Der Abstand der Hörposition sollte entweder ⅓ der Raumlänge Abstand zur vorderen oder hinteren Wand (also ⅔ Abstand von der vorderen Wand) betragen. Für die Anordnung eines Heimkinos eignet sich vor allem die Zwei-Drittel-Regel, also 1/3 der Raumlänge Abstand zwischen der Couch und deren Rückwand.

Glatte, reflektierende Flächen vermeiden

An glatten Oberflächen reflektiert der Schall besonders gern und sorgt so für viele akustische Probleme. Ein hohe Anzahl an Lautsprechern sorgt außerdem für viele potentielle Reflexionspunkte. Mit der Spiegelmethode (Einfallswinkel=Ausfallswinkel) wird man ohnehin schnell feststellen, dass im Grunde an jede Wandfläche mindestens ein Absorber muss. Um eine Überdämpfung des Raumes zu vermeiden, sollte man an die Rückwand Diffusoren befestigen. Auch das leichte Anwinkeln des Fernsehers kann harte parallele Flächen vermeiden.

Podest einplanen

Da man auf einer Couch ziemlich tief sitzt und bei einem Heimkino möglichst weit vom Bildschirm entfernt ist, sind zunächst Reflexionen vom Boden problematisch. Mit einem langflorigen Teppich kann man das zwar kompensieren, dennoch sollten alle Lautsprecher auch auf Ohrhöhe zielen und etwas entfernt vom Fußboden auf höheren Stativen stehen. Deswegen bietet es sich an, ein Podest zu bauen, auf dem die Couch „thront“.

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